Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus
Geburtserfahrungs eines Papa
oder wie unsere Tochter auf die Welt kam
Es war unsere 2. Geburt.
Die 1. war im Krankenhaus und war wegen vieler glücklicher Umstände (bekannte Hebamme, keine sonstige Geburten in der Nacht, klasse Ärztin) relativ gut. Es gab allerdings geburtseinleitende Maßnahmen, über die wir vorher nicht aufgeklärt wurden.
Auch deshalb wollten wir noch etwas anderes probieren.
Als wir das 1. Mal in der "Ander Welt" waren, fand ich es gut, es war freundlich, nett und ehrlich, Fragen wurden konsequent beantwortet.
Als Vater habe ich von der Geburtsvorbereitung nicht viel mitbekommen. Dass die Hebamme auch "zum Ende" nach Hause kommt ist eine Supersache.
Als es dann losging, war die Frage, wann rufen wir euch an. Erst wollten wir noch spazieren gehen (20 .00Uhr), aber ich hatte noch keine Zeit. Dann konnte meine Frau nicht mehr, aber zum telefonieren fanden wir es noch zu früh.
Eine Stunde später: Ich durfte nun telefonieren, allerdings brauchte die Hebamme nur noch zum Geburtshaus zu fahren. Das 1. Kind, Konrad, schlief bereits, Oma und Opa passten auf.
Also schnell die Sachen gepackt, Auto anschieben und los (der Anlasser war kaputt, aber ein Kleinwagen kriegt man immer an). Nach 300 Metern hieß es, noch mal umdrehen, denn den Maxi Cosi haben wir vergessen.
Die Fahrt fand ich anstrengend: Meine Frau hechelnd auf den Rücksitz, und ich sollte mich auf den Verkehr konzentrieren. .
Im Geburtshaus angekommen, wurden wir herzlich in Empfang genommen, vorbereitet war schon alles.
Ab diesem Zeitpunkt "vernebelt" sich mein Gedächtnis ein wenig.
Ich bin ab diesen Zeitpunkt der "Gast" und die Last der Verantwortung weicht die Angst um meine Frau und das, was ihr bevorsteht und die Freude auf ein kleines Baby.
-Erst waren wir im Bett.
-Dann mussten wir laufen (ich zwischendurch auf Klo).
-und anschließend in die Wanne
Die Hebamme beruhigte, fragte und prüfte immer wieder, alles okay. Irgendwann kam die 2. Hebamme (wieder ein beruhigendes Gefühl, auch wenn es nun ernst wird).
Meine Frau blieb in der Wanne, wie beim 1. Mal.
Ich hockte am Kopfende; hielt und beruhigte sie, atmete mit ihr und guckte zu. Die Hebammen kontrollierten und machten Mut, meine Frau machte die Arbeit.
Dann guckte der Kopf und es ging vorwärts.
Irgendwann war das Kind da, und wir waren erschöpft und überglücklich.
Ich bekam das Kind (mit der einen Hebamme), meine Frau wurde von der 2. Hebamme versorgt.
Um 1.00 Uhr lagen wir alle im Bett, meine Frau musste noch ein wenig medizinisch versorgt werden, das Kind trank, und ich schlief ein.
Das Kind, Svea, wurde noch kurz untersucht. Dann gab es noch etwas Leckeres zu essen. Eine leckere, lockere Sache nach der Qual (für meine Frau und Svea), nun entspannt und gelöst mit einer Flasche Sekt.
Dann wollten wir nach Hause. Die Hebammen schoben unsern altersschwachen Wagen an und wir düsten nach Hause (leider tut?s unser Fotoapparat nicht, die Bilder wären toll gewesen).
Um 4.45 Uhr waren wir wieder zuhause, im Bett war unser Sohn und die Oma. Beide wachten kurz auf, unser Sohn guckte einmal und schlief weiter, er hatte nichts mitbekommen.
Nach 2 Stunden Schlaf wachte er auf, sah seine Schwester, gab ihr sein Kuscheltier und stand auf (mit mir).
Fazit:
-im Krankenhaus war es das 1. Mal gut
-zuhause wäre es bei uns zu stressig
-im Geburtshaus war es super, heimelich und beste Betreuung, alles wurde vorher abgesprochen
-gerne wieder

