Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus
Geburtserfahrung in dem Gütersloher Geburtshaus "Die Anderwelt"
Vorgeschichte:
Eigentlich kann man so ein Wunder gar nicht mit Worten beschreiben, aber wir wollen es hier mal versuchen...
Wir haben Gott sei Dank per Zufall im September erfahren, dass in Gütersloh ein Geburtshaus eröffnet. Für mich war bis dahin klar, dass ich ja sowieso im Krankenhaus lande und dann die Geburt schon irgendwie überstehen würde. Ich habe, muss ich dazu sagen, sehr viel Angst vor Spritzen, Krankenhäusern, usw.. Die Unruhe vor der Geburt im November wuchs also, auch dadurch dass mir sehr viele Horrorgeschichten und so genannte Geburtstipps (wie: "Nimm auf jeden Fall eine PDA !!") usw. erzählt wurden.
An dem Tag der offenen Tür sind wir also völlig unverbindlich hingegangen und haben uns das Haus angesehen.
Das war erst mal für uns neu und verblüffend.
Als wir wieder im Auto saßen fragte mein Mann: "Und kannst Du Dir vorstellen da unser Kind zu kriegen ? Ich habe gar kein Krankenbett gesehen."
"Anscheinend kann man da ja Kinder bekommen, alle Geräte sind da und das Krankenhaus ist in zwei Minuten zu erreichen. Also ja." Erwiderte ich.
Ich war von dem Konzept begeistert. Diese intensive Betreuung im Vorfeld und dass ich genau wusste, wer sich um mich kümmert. Diese Vorstellung beruhigte mich ungemein und meinen Mann auch. Da wir jetzt nicht mehr alleine dastanden, wenn es losgeht, sondern eine Hebamme von Anfang an uns zur Seite stand.
Die Akupressur, die auch in Anspruch nahm, trug auch sehr zu meinem Wohlbefinden bei. Ich konnte dabei viele Fragen stellen und man lernte sich immer besser kennen.
Die Geburt:
Unsere Kleine meldete sich an einem Freitag Abend ganz leise und 12 Tage zu früh.
Die Rufbereitschaft für uns lief schon und ich rief Marina um 24.00 Uhr an, dass ich leichtes ziehen im Bauch hätte. Darauf hin sagte sie Ulrike Bescheid, die dann Samstag morgen um 9.00 Uhr auf der Matte stand. Mit dem CTG Gerät bei uns auf dem Sofa wurden dann Wehenaktivitäten festgestellt. Wir verabredeten uns wieder um 12.00 Uhr, solange machte ich weiter wie gewohnt, da das Ziehen noch immer gut zu ertragen war. Weitere Messungen folgten, um 15.00 Uhr gab mir Ulrike dann ein Paar Globuli und den Rat ein warmes Bad zu nehmen, um die Wehen stärker werden zu lassen. Wir tranken Kaffee und dann stieg ich in die Wanne. Ab 18.00 Uhr wurden die Wehen dann auch stärker, so dass wir um halb sieben im Geburtshaus eintrafen. Weitere CTG Messungen folgten und ich tigerte dabei durch das Geburtszimmer. Die zweite Hebamme traf ein, aber alles lief völlig leise und entspannt ab. Auch die Schmerzen waren absolut zu ertragen. Als die Presswehen einsetzten wurden auch nach jeder Wehe die Herztöne kontrolliert. Alles lief bestens und meine Maus war dann um 22.11 Uhr da.
Das Gefühl war unbeschreiblich !
Sie wurde mir sofort auf den Bauch gelegt und wenig später hat sie dann auch versucht was zu trinken. Marina und Ulrike haben Anna-Lena dann versorgt und gemessen. Anschließend habe ich Sie dann noch mal gestillt. In der Küche haben wir dann Ihren ersten Geburtstag gefeiert. Es gab leckere Suppe, Brötchen und Sekt. Ich konnte mich vor lauter Glückshormonen gar nicht auf das Essen konzentrieren. In meinen Armen schlummerte unsere kleine Maus vor sich hin. So gegen halb zwei sind wir dann nach Hause gefahren und haben uns mit der Kleinen in unser Bett gekuschelt.
Um 9.00 Uhr war dann wieder Ulrike da und hat uns unterstützt, wie die darauffolgenden Wochen ebenfalls.
So, ich hätte jetzt noch fünf Seiten schreiben können, so toll war für uns diese Geburtserfahrung. So entspannt mit dem Kind zu Hause sein zu können, die entspannte Atmosphäre im Geburtshaus. Einfach die komplette Rund um Betreuung von zwei Hebammen. Wir haben uns zu jedem Zeitpunkt absolut versorgt und sicher gefühlt.
Wir wünschen dem Geburtshaus alles Gute und verbleiben mit lieben Grüßen.
André, Kerstin und Anna-Lena


