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8.9.2010 : 21:34 : +0200

Berichte

 

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Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus

Simones Erfahrung in der AnderWelt

Eines ist ganz klar wenn man schwanger wird: Das Kind muss irgendwann raus. Ziemlich genau neun Monate hat man Zeit sich zu entscheiden wie. Für die meisten ist klar, dass die Entbindung im Krankenhaus stattfindet. Für mich war klar, dass die Entbindung dort nicht stattfindet, es sei denn, es geht nicht anders. Ich habe lange im Krankenhaus gearbeitet und ich finde Krankenhäuser machen krank. Schwangerschaft ist keine Krankheit.

Für mich war aber auch klar, dass eine Hausgeburt nicht in Frage kommt. Viel zuviel Dreck für meinen Geschmack. Somit blieb eigentlich nur die Möglichkeit einer ambulanten Belegung im Krankenhaus mit meiner Wunschhebamme, oder ein Geburtshaus.  

Über das Internet bin ich auf die AnderWelt aufmerksam geworden. Da meine berufliche Situation nicht ganz einfach war, war ich begeistert, dass ich einfach mal so im Geburtshaus vorbeikommen durfte. Ich fand das Haus extrem orange und rot, und ein bisschen Püppchenhaft, aber Marina war super nett. Obwohl ich keinen Termin hatte erklärte sie sich sofort bereit mit mir zu reden. Das war Klasse. Und dies Flexibilität hat dann bei mir auch den Ausschlag gegeben in das Geburtshaus zu gehen. Ich kam mir nicht wie ein Patient vor, den man noch behandeln muss, sondern wie eine Freundin. Das tat gut. Gott sei Dank habe ich einen Mann der diese Entscheidung mit trug und vor allen Anfechtungen verteidigte. Ihm war wichtig, dass ich mich wohl fühle.  

Bis zur Geburt belegte ich noch den Kurs "Fit durch die Schwangerschaft" und einen Teil des Geburtsvorbereitungskurses. Ganz habe ich ihn leider nicht mehr geschafft, da kam Smilla dazwischen. Alle Kurse waren ein voller Erfolg. Sie taten Körper und Seele gut.  

Auch die Vorsorge übernahm ab der 37ten Woche das Geburtshaus. Mal schaute Ulrike nach dem Rechten, mal Melanie, mal Marina. Das klingt chaotisch, war aber super. So kannte ich alle Hebammen, die bei der Geburt dabei sein konnten. Und selbst mein Mann kannte inzwischen alle Damen. Diese Vertrautheit nahm mir ganz viel Angst. Und als es dann soweit war kam ich nicht in ein fremdes Haus zu fremden Menschen, sondern in eine vertraute Umgebung zu Freunden.  

Die Geburt verlief problemlos und schnell. Zwei Stunden nach unserer Ankunft im Geburtshaus war unsere Smilla da. Wir wurden versorgt und umsorgt. Gemeinsam haben wir die Geburt gefeiert und gegessen.  

Irgendwann am Abend sind wir dann als Kleinfamilie nach Hause gefahren und seit diesem Tag ist wirklich alles anders.   Es ist schön zu wissen, dass mit der Nachsorge nicht Alles vorbei ist. Smilla und ich fahren regelmäßig ins Geburtshaus zum Frühstück. Und die Hebammen stehen uns auch heute noch unkonventionell mit Rat und Tat zur Seite.  

Und darum steht für uns fest: wir kommen wieder, zum Gebären! :)

09.02.2009 17:19 Alter: 2 Jahre