Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus
Geburtsbericht von Eva und Sebastian
Sonntagmorgen, Glockenschlag 7Uhr, ging es los.
Die erste Wehe- und sofort war mir klar: das ist keine Übung, jetzt wird?s ernst! Die Wehen kamen direkt im 5-Minuten-Takt und die erste Handlung: Marina anrufen. Sie hat erstmal gesagt, ich soll in die Badewanne, schauen, was passiert. Was passierte? Die Wehen wurden stärker, aber besser auszuhalten als auf dem Trockenen. Marina hat sich dann auf den Weg zu uns gemacht und wir haben in Ruhe alles zur Abfahrt vorbereiten können.
Als Marina da war hat sie ein CTG geschrieben und dann den Muttermund untersucht. Der war schon 4-5cm geöffnet. Also ab ins Auto und zur Anderwelt. Mittlerweile war es ca. 9 Uhr und ich war froh, dass mein Untermieter sich entschlossen hatte, an einem Sonntag auszuziehen, denn so ging die Fahrt von knapp 20km doch recht schnell. Trotzdem war es gefühlt die längste Fahrt meines Lebens?
In der Anderwelt angekommen habe ich mich gleich in die Wanne begeben. Mal im hocken, mal im Vierfüßerstand und zum Schluss halb liegend bahnte sich unsere Kleine mit toller Unterstützung von Marina, Schülerin Jenny und Sebastian den Weg ans Licht. Die Schmerzen waren gut auszuhalten und wir konnten zwischendurch reden und auch lachen. Spannend war, dass erst die Fruchtblase kam, und ich sogar den "Ballon" sehen konnte. Und den Kopf konnte ich tasten, was für ein Gefühl?
Aber kurz vorm Ausgang, vor der engsten Stelle, hat sie den Rückwärtsgang eingelegt, als ob sie sich das noch mal überlegen müsste. Aber nein, sie nahm richtig Anlauf und dann ging?s ganz schnell. Und dann endlich, nach Monaten des Wartens, hatte ich dieses wunderbare kleine Wesen ?unsere Lina- auf dem Bauch liegen. Glücklich, erschöpft und ein Meer von Liebe, mehr habe ich in diesem Augenblick nicht gespürt.
Dann musste ich noch ins Krankenhaus, weil ich gerissen war. Marina hat mich begleitet und war eine supergute Unterstützung, ich hatte nämlich wahnsinnig Panik vor den Spritzen und dem ganzen Drumherum. Aber sie hat mich ganz souverän aus meiner Panik geholt und auf dem Weg zum Auto war das schon vergessen. Unsere Kleine hatte es sich derweil auf Papas Brust bequem gemacht und Beide schienen vollkommen zufrieden.
Abschließend haben wir Linas Geburtstag gefeiert. Da haben wir dann auch unsere selbst gestaltete "Geburtskerze" angezündet, die eigentlich während der Geburt brennen sollte. Aber das hatten wir im Eifer des Gefechts schlichtweg vergessen?
Es war eine wundervolle Geburt und wir möchten Marina und Ulrike für die Unterstützung vor, während und nach der Geburt ganz herzlich danken.
Macht weiter so!!!
Eva, Sebastian und Lina

