Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus
Geburtserfahrung mit Sebastian
Am 26. Mai 2008 zeigte der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis an. Wir waren schwanger. Relativ früh in der Schwangerschaft gingen mein Mann und ich zum Infoabend im Geburtshaus "Die Anderwelt". Wir waren gleich vom ganzen Team und vom Konzept des Geburtshauses überzeugt.
Nach einem persönlichen Gespräch mit Ulrike wollte ich mich dann auch von ihr vor, während und nach der Geburt betreuen lassen. Was dann auch fast klappte!
Am 25.Januar 09 kam es am Morgen zum Blasensprung ohne dass ich Wehen hatte. Manuela hatte an diesem Tag Rufbereitschaft und kam gleich zu uns nach Hause. Da sich der Kopf des Kindes bei der letzten Untersuchung 5 Tage vorher noch nicht eingestellt hatte, war die Empfehlung erstmals bis mittags liegen zu bleiben. Danach durfte ich duschen. So langsam kamen die Wehen dann auch in Gang und gegen Nachmittag musste ich mit dem "Tönen" beginnen. Wir versuchten zu Hause Entspannungsmaßnahmen in der Wanne und auch Akupunktur, aber der Muttermund wollte nicht weiter aufgehen. Gegen 20 Uhr entschieden wir uns, ins Geburtshaus zu fahren. Dort angekommen versuchten wir am Seil hängend und auf dem Sitzball wippend weiter die Geburt voran zu bringen. Immer öfter gab ich jetzt kund, dass ich fast nicht mehr könne. Ulrike wurde gerufen, die meine Situation ebenfalls einschätzte. Zusammen entschieden wir jetzt ins Krankenhaus zu fahren. Im Nachhinein denke ich, dass dieser Kraftaufwand mit Aufstehen, Anziehen, zum Auto laufen, auf dem Parkplatz eine Wehe haben, dann zum Krankenhaus fahren, die letzten Reserven mobilisiert hat. Im Kreißsaal des Städtischen Krankenhauses angekommen zeigte die Untersuchung einen vollständig eröffneten Muttermund und die Presswehen waren bereits im Gange. Nach einer Stunde kam unser Sebastian am 26.Januar quietschfidel auf die Welt. Melanie war mit ins Krankenhaus gekommen und bleib bei uns bis zur Geburt.
Da keine Komplikationen aufgetreten waren, bleiben wir noch ein paar Stunden im Kreißsaal und fuhren dann glücklich und ziemlich müde nach Hause. Die Nachbetreuung übernahm dann wieder Ulrike.
Jetzt, ein halbes Jahr nach Geburt, erinnere ich mich natürlich nicht mehr an die Schmerzen. Aber ich weiß, dass ich sehr gut betreut wurde. Der Entschluss ins Krankenhaus zu fahren war keine Enttäuschung sondern die richtige Entscheidung. Sebastian ist gesund und munter auf die Welt gekommen und ich hatte neben meinem Mann Melanie ,Ulrike und Sabine (Städt. Krankenhaus) als liebevolle Hebammen an meiner Seite.
Ich danke euch allen ganz, ganz herzlich und auch dir Marina, dass du das Geburtshaus gegründet hast und wir so nette Gespräche hatten. Macht weiter so.

