Ihr befindet euch hier: 
DeutschEnglishFrancais
8.9.2010 : 21:34 : +0200

Berichte

 

Zurück zur Übersicht

 

 

 

 

Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus

Geburtserfahrungsbericht von Ute und Jens

Nun ist Johanns Geburt bald 10 Monate her, doch ich erinnere mich gerne an
diese wunderbare Erfahrung zurück.

Wir sind auf das Geburtshaus gekommen, als ich auf der Suche nach einer Hebamme bzw. Geburtsvorbereitungskurs war. In der Hebammenzentrale Bielefeld, gab man mir die Telefonnummer des Geburtshauses zur Hand.
Ich war dann mit meinen Mann dort, zu einen Info Abend und wir waren beide gleich überzeugt, dass wir die Geburt gerne dort erleben möchten. Es ist dort so gemütlich, heimisch und hat eine friedvolle Atmosphäre. Jens meinte, die Wohnung würde er sofort mieten.

Manche Bekannten meinten zwar, beim ersten Kind, ob es da nicht sicherer wäre ins Krankenhaus zu gehen..., aber wieso? Das ist gleich neben an.
Können wir dann ja immer noch, wenn irgendetwas Unvorhergesehenes dazwischenkommt.

Zudem wurde ich so toll, von Hebamme Ulrike durch die Schwangerschaft begleitet und über alles aufgeklärt, dass ich gar keine Bedenken hatte. Für mich stand im Vordergrund: eine natürliche Geburt, in einer vertrauten Umgebung, mit einer Hebamme, die ich bereits kenne.
Durch die Vorsorgeuntersuchungen, den Geburtsvorbereitungskurs und vielen Gesprächen, wurde mir dies alles gegeben.
Ein toller Nebeneffekt war, dass ich nicht zur jeder Vorsorgeuntersuchung zur Ärztin musste, die viel weniger Zeit hatte und die langen Wartezeiten in der Praxis blieben mir auch erspart. Zudem war mir wichtig, dass mein Mann hinter mir steht und das hat er voll und ganz.

Wie es der Zufall wollte, war meine Schwägerin fast zum gleichen Zeitpunkt schwanger (4woche weiter). Und die junge Familie wollte ihr zweites Kind auch im Geburtshaus zur Welt bringen.

Zehn Tage vor den errechneten Geburts-Termin ging es dann schon los.
- Wir waren Abends noch bei unsere Familie draußen Pizza Essen und eigentlich auch noch auf einer Kottenparty eingeladen,- da merkte ich jede Stunde ein ziehen, ich dachte es wären Vorbereitungswehen,  - wir gingen dann nicht mehr zur Party-,  sondern nach Hause und ich stieg erst mal in die Wanne. Die Abstände der Wehen wurden dann schon kürzer. Und ich war mir dann doch relativ sicher, dass es los geht. Jens rief um 0.30 h  das
Bereitschaftshandy der Hebammen an und Melanie machte sich auf dem Weg. Es wurde dann erst mal ein CTG gemacht und Melanie setzte mir Akupunktur- Nadeln. Sie meinte," es war richtig, das wir angerufen haben, es sind die Eröffnungswehen, es geht langsam los. Wir sollten auf jeden Fall versuchen noch ein wenig zu schlafen, Kraft zu tanken und uns telefonisch wieder melden, wenn die Abstände kürzer werden." Sie war nicht lange weg, da kamen die Wehen alle 10 min. von schlafen keine Spur mehr... Melanie kam wieder und meinte wir könnten uns dann so langsam auf dem Weg machen, sie hatte echt eine Ruhe ausgestrahlt, dass hat gut getan.
Um 4.30 waren wir dann im Geburtshaus alles war vorbereitet: Kerzen an, Musik... und ich stieg wieder in die Wanne, es war mein Wunsch, dort zu gebären, aber es kam anders...

Die Zeit in der Wanne kam mir ewig vor und irgendwann hab ich es nicht mehr in der Badewanne ausgehalten, ich musste ein paar Übungen machen, damit sich das Köpfchen anders dreht und das ging auf dem Bett besser. Als das geschafft war, traf die zweite Hebamme Ulrike ein, dass hieß Endspurt, den legte ich auf den Hocker zurück, mit Jens seiner großen Unterstützung, ich konnte zwischen durch den Kopf fühlen, und mich immer wieder an Jens anlehnen, der mir den Rücken massierte. Und dann war er da, ein
Sonntagskind, wie der Papa, ich war so überwältigt, als er da lag, dass ich ihn gar nicht sofort auf den Arm nehmen konnte.
Dann duften wir erst mal die Dreisamkeit genießen, nach ca.20 min durchtrennte Jens dann die Nabelschnur. (Auf der Plazenta wächst nun überings ein Walnussbaum, bei uns in der Wiese. Ein schönes Ritual!)

Ich musste dann zwar noch ins Krankenhaus, zum Nähen, aber ich wusste, Johann ist in guten Händen, bei Papa Jens und Ulrike, die dann auch die U-1 gemeinsam in Ruhe durchführten.
Im Krankenhaus war die Ärztin schon zur Stelle, somit waren Melanie und ich schnell wieder zurück und dann gab es das wohl verdiente Sekt-Frühstück.

Auch zu Hause wurden wir weiterhin super gut von Ulrike betreut.

Jetzt genieße ich es weiterhin den Kontakt zum Geburtshaus, über das
monatliche Frühstück zu haben.

Beim nächsten Kind, wünschen wir es uns genau wieder so...

Ich bin sehr Dankbar, dieses große Wunder der Geburt, so erlebt haben zu dürfen. Letzt endlich durch das Geburtshaus mit den Hebammen und  meinem
wunderbaren Mann! DANKE

10.06.2009 18:26 Alter: 1 Jahre