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8.9.2010 : 21:33 : +0200

Berichte

 

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Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus

Geburtsbericht von Laila Madelaine im März 2008

Angefangen hat es eigentlich damit, dass ich immer wusste, dass meine Kinder auf jeden Fall auf natürlichem Wege mit Marinas Hilfe zur Welt kommen. Als ich meinen Mann kennen gelernt habe musste ich ihn erst mal überzeugen wie ich mir das alles vorstelle. Natürlich war er erst mal geschockt zumal er nur die Entbindung in der Klinik kannte, so wie es alle Handhaben. Er hat dann Marina ziemlich zeitig kennen gelernt, noch bevor ich mit Laila schwanger war. Marina war damals noch als Heilpraktikerin tätig und mein Mann war sofort von ihr begeistert. Gleich im Anschluss nach der Behandlung sagte er im Auto, dass wir, wenn es dann soweit ist, zu ihr ins Geburtshaus gehen.
Der Startschuss war damit getan.


Kurze Zeit später hat sich Laila zu uns auf den Weg gemacht. Marina hat uns die ganze SS begleitet und mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Vor allen Dingen hatte sie für mich immer ein offenes Ohr. Es stand immer im Raum, ob es möglich wäre Laila auf normalen Wege zu entbinden. Ursache hierfür war eine vorangegangene Beckenumstellung. Zum Glück hat mich Marina in meiner Überzeugung Laila auf normalen Wege zu bekommen vollstens unterstützt. Ich habe mir auf ihr Anraten noch eine zweite Meinung im Städt. Klinikum GT eingeholt und auch dort war man der Meinung, dass eine spontane Geburt möglich wäre.
Leider hatte ein Großteil unseres Umfeldes ein riesen Problem damit, dass wir uns für eine Geburt im Geburtshaus entschieden haben. Oft hat man versucht mir ein schlechtes Gewissen zu machen, indem man mir Unverantworlichkeit vorgeworfen hat. Da brauchte ich schon hin und wieder die moralische Unterstützung von Marina, die ich auch immer bekommen habe.

Und dann ging es endlich los, am 02.03.2008, Sonntags Abends mit heftigen Wehen nachdem ich in der Badewanne war. Nachts sind wir dann noch ins Geburtshaus gefahren (wir wohnen in Borchen und ich wollte nicht dass Mariana Nachts allein so weit fährt, sonst wäre sie auch zu uns gekommen!!) aber der Muttermund war erst 3cm geöffnet, so dass wir erst noch mal nach Hause gefahren sind.
Montags Morgens sind wir dann um 9:00 zurück in die Anderwelt gefahren und da die Wehen mittlerweile so stark waren bin ich gleich in die Badewanne gegangen. Marina hat mir im Laufe der SS schon vorausgesagt, dass ich die Wanne sicherlich lieben werde. Ich konnte mich vorab überhaupt nicht damit anfreunden und eine Entbindung in der Badewanne ist für mich nie in Betracht gezogen worden.
In der Badewanne habe ich insgesamt 16 Stunden verbracht, da an Land die Wehen für mich unerträglich waren. Der Grund war eine zweimalige Rippenverschiebung durch Husten in der vorangegangenen Woche. Und ich habe angefangen die Wanne zu lieben!!!
Diese Zeit ist wie im Flug vergangen. Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt von Marina und Ulrike. Einer der beiden war immer bei uns und hat sich liebevoll um mich und auch um meinen Mann gekümmert.Wir wurden lecker mit Essen versorgt, zwischendurch gab es immer wieder frisches warmes Wasser, wir haben schöne Musik gehört,Witze gemacht und fleißig die Wehen weg geatmet.
Leider kam es kurz nach Mitternacht zu einem Geburtsstillstand und Marina & Ulrike haben beschlossen,  dass wir in die Klinik fahren. Durch die zeitige Verlegung verlief alles in Ruhe und völlig reibungslos ab. Das Städtische wurde vorab informiert und wusste dass wir kommen. In der Klinik hat Marina die Kommunikation mit dem Klinikteam übernommen und sich um alles gekümmert. Somit wurde mir ein Zeitaufschub von zwei Stunden gewährt, denn Marina wusste dass ich alles geben würde um eine Sectio zu verhindern. Genau diese zwei Stunden haben Laila & ich gebraucht um neue Kraft zu tanken, denn nach all der langen Zeit ist Laila dann doch noch wie ein kleines Wunder spontan zur Welt gekommen. Es war so wunderschön zu spüren wie sie mir mit jeder Presswehe ein Stück näher kam.

Und dann war es endlich so weit. Am 04.03.2008 um 4:45 war sie endlich da. Dieses unbeschreibliche Gefühl als ich sie endlich in meinen Armen gehalten habe, so unreal und doch wahr. Diesen Augenblick werde ich nie vergessen und es war Liebe auf den ersten Blick :-))
Ich hatte großes Glück dass in der Klinik eine sehr liebe und engagierte Hebamme sowie eine nette Oberärztin Dienst hatten und ich die einzigste Entbindende war und es so doch noch zu einer Spontangeburt gekommen ist.
Außerdem war die gute Vorarbeit im Geburtshaus ausschlaggebend, denn ich habe mich die ganze Zeit sicher und gut aufgehoben gefühlt. Ich kann von mir nur sagen, dass ich ein wunderschönes Geburtserlebnis zu meinen Erinnerungen zählen darf. Ich freue mich, meinem kleinen Schatz, wenn sie alt genug dafür ist, dieses Wissen von Mama zu Tochter weiter geben zu können so wie es früher üblich war. Wer weiß, sie wird bestimmt auch irgendwann mal eine Mama sein.
Auch wenn unsere Laila letztendlich im Städtischen Klinikum zur Welt gekommen ist bleibt sie in unserem Herzen ein Anderwelt-Baby.
Im September wird unsere Laila große Schwester und wir können uns keinen schöneren Ort vorstellen an dem der kleine Schatz das Licht der Welt erblicken soll, in Der Anderwelt!!!

Marion & Mark mit Laila an der Hand und dem kleinen Frosch im Bauch

10.06.2009 18:06 Alter: 1 Jahre