Geburtserlebnisse aus unserem Geburtshaus
Unser zweiter Geburtsbericht:
Wer unseren Geburtsbericht vom 27.10.2007 gelesen hat, der kann verstehen, dass wir auch unser zweites Kind sehr gerne wieder im Geburtshaus bekommen wollten.
Glücklicherweise machte unsere kleine Maus auch mit, und wir bekamen wieder von unserem Arzt grünes Licht für eine Entbindung in der AnderWelt.
Annalena und Steffi stellten sich bei uns vor und wir bekamen den, für uns neuen, Rufbereitschaftsplan.
Nun hieß es warten... Marie-Luisa ließ uns länger warten, als Ihre Schwester, meldete sich aber dann doch vier Tage zu früh, ganz leise, Freitag 27.02.10 in der Nacht. Froh riefen wir bei Steffi an, da machte die Kleine Samstag morgen wieder Pause...
Da kann man nur wieder betonen, wie gut die Betreuung zu Hause ist !!! Da kann man sich ablenken und körperlich betätigen, bis es wieder weiter geht. Nach dem Baden ging es dann auch weiter, immer schön atmen, wie bei der Vorbereitung gelernt. Dass hatte sich auch schon bei Anna-Lenas Geburt sehr gut bewährt. Abends kam dann wieder Steffi.
Voller Spannung erwarteten wir das Ergebniss der Rumlauferei, aber der Muttermund war erst zwei Zentimeter auf, also noch lange nicht soweit. Dass war um sieben Uhr. Frustrierend!
Also erst mal auf's Sofa und Wetten dass gucken. Die Wehen waren aber nach wie vor ständig da. Ab halb elf musste ich dann doch wieder laufen, und mein Mann stoppte dann auch die Zeit. Da waren die Abstände alle fünf bis drei Minuten, aber noch auszuhalten.
Wir haben dann den Babysitter geholt, und sind in das Geburtshaus gefahren.
Wäre die Geburt tagsüber angefangen, hätten wir gerne das Kind zu Hause bekommen, aber unsere Große schläft noch nicht woanders, und daher sind wir dann doch nach Gütersloh gefahren. Steffi hat schon auf uns gewartet und gleich mein gewünschtes Bad eingelassen, nach schnellem CTG bin ich dann auch dankbar reingestiegen. Für mich sind die Wehenschmerzen im heißen Wasser weitaus erträglicher als im Stehen. Von sieben bis um zwölf, war der Muttermund dann auch auf, und mit drei Presswehen (Steffi sagte hinterher, es waren sieben Minuten) war unsere Marie-Luisa auf der Welt. Absolut unglaublich wunderschön fand ich, dass ich Sie selber aus dem Wasser heben konnte und durfte !!!!!
Für die Kleine war die schnelle Geburt erst etwas überraschend, als ob Sie gar nicht mitbekommen hat, dass Sie nun selber Atmen kann. Nach kurzem Fußkneten hat Sie sich dann aber gleich lautstark gemeldet.
Wir sind so dankbar, dass wir wieder so eine harmonische Geburt erleben durften. Diese ruhige, intime und entspannte Atmosphäre ist einfach unglaublich.
Diese Erleichterung und Freude den kleinen Wurm im Arm zu halten ist unbeschreiblich. Obwohl die Kleine fast vier Kilo hatte, war die Geburt weniger schmerzhaft und schneller, wie die Erste. (Die im Übrigen auch absolut auszuhalten war)
Und dass das so ist, liegt einzig und allein daran, dass wir uns im Geburtshaus so wohl, entspannt und sicher fühlen.
Nach der Geburt ging es ins Familienzimmer zum Kuscheln und Verarzten und anschließend wurde Geburtstag gefeiert.
Um halb sechs morgens sind wir dann nach Hause gefahren, und haben die Große geweckt.
Zu viert haben wir uns dann ins Bett gekuschelt !!!
Wir danken dem Geburtshaus Team wieder einmal für die tolle Begleitung und Unterstützung!!!
Mein Mann sagt immer (vorrausgesetzt man hat grünes Licht vom Arzt!), es ist nicht zu verstehen, wieso die meisten Leute in der Standard Klasse entbinden, nur weil Sie es nicht anders kennen oder das Umfeld Sie nicht unterstützt (Arzt, Verwandte, etc.). Wer aber zum Geburtshaus geht, entbindet Erster Klasse, sowohl vor, während und nach der Geburt. Den Luxus in Bezug auf die Betreuung im Geburtshaus kann kein Krankenhaus bieten.
Viele liebe Grüße und nochmals tausend Dank !!!!


